ausbildung vorbereitet

Wie gut bist du vorbereitet?

21. August 2018

Bist du gut auf deine Ausbildung vorbereitet? Peter Kraps weiß, welche Fehler man auf der Suche nach einer Ausbildungsstelle vermeiden sollte und was man tun kann, um seine Chancen zu erhöhen.

„Man sollte jede Quelle anzapfen, die eine Chance auf einen Ausbildungsplatz bietet“, rät Peter Kraps, Berufsberater bei der Agentur für Arbeit Krefeld. Deswegen sind auch Facebook und allgemein die Sozialen Medien neben den klassischen Angeboten wie zum Beispiel der Jobbörse der Arbeitsagentur bei der Lehrstellensuche seiner Meinung nach inzwischen unverzichtbare Informationsbörsen. „Viele Unternehmen sind dort heute aktiv“, so seine Erfahrung.

Aber nicht nur hinsichtlich Lehrstellen oder freier Stellen sollte man das Internet durchforsten. Die Homepages der Unternehmen sind auch eine wichtige Quelle, was die Struktur und das Selbstverständnis einer Firma angeht. Kraps: „Wie präsentiert sich das Unternehmen und welche Sprache wird dort gepflegt? Worauf legt das Unternehmen besonderen Wert?“ Auf dieser Grundlage könne man bereits überprüfen, ob man sich davon angesprochen fühlt.

Umgekehrt rät Kraps Jugendlichen, die auf der Suche nach einer Ausbildungsstelle sind, auch ihren eigenen Internetauftritt zu checken. „Die Arbeitgeber schauen auch dort nach. Also mal die eigene Facebook-Seite unter die Lupe nehmen.“ Statt Party-Fotos für die Kumpels zu posten, könnten Jugendliche dort eigene Qualifikationen präsentieren. „Wer sich in der Medienbranche bewirbt, kann etwa Youtube oder Instragram als Plattformen nutzen, um zu zeigen, dass er schon eigene kleine Filme oder ähnliches produziert hat“, sagt Kraps.

Um sich im Dschungel der betrieblichen Ausbildungsberufe in Deutschland – rund 360 gibt es bundesweit – zurecht zu finden, empfiehlt Kraps die Seite www.berufenet.arbeitsagentur.de. Dort aber nicht immer nur nach schon bekannten Jobs zu suchen, sondern auch mal quer denken: „In vielen Berufsgruppen, etwa bei den Industriekaufleuten, gibt es nämlich ähnliche oder verwandte Berufe, die kaum einer kennt. Wer weiß schon, dass Personaldienstleistungskaufleute durchaus einige ähnliche Aufgaben haben. Das sind Nischen, wo man noch richtig gute Chancen hat“, sagt Kraps.

Wer eine sichere Branche sucht, sollte sich auch im Handwerk umschauen. „Dort werden Fachkräfte händeringend gesucht“, sagt Kraps. „Man muss aber auch bereit sein, von Anfang an in der Praxis mitzuwirken und auf die Anweisungen von Gesellen sowie Ausbildern zu hören. Und natürlich körperlich zu arbeiten. Aber auch hier braucht es den nötigen Grips“, betont Kraps, „etwa im technischen Bereich, um die Arbeitsweise von Maschinen zu verstehen.“ Sehr gute Chancen bietet nach seinen Angaben das boomende Bauwesen, vor allem das Sanitär-, Heizungs- und Klima-Handwerk, Elektroinstallateure und Maler und Lackierer. „Diese Branchen stecken zwar auch im Wandel, die Tätigkeiten können aber in absehbarer Zeit nicht von Robotern übernommen werden.“

Wenn dann ein Vorstellungsgespräch ansteht, rät Kraps, auf drei Dinge zu achten: Man sollte sich fragen, warum man genau diese ausgesuchte Ausbildung beginnen möchte, warum man die oder der Richtige für die Stelle ist und was diese Firma bietet, was ihr Geschäftsfeld ist. „Auf diese Fragen sollte sich der Bewerber vorab Antworten überlegen, denn diese Fragen wird man ihm stellen“, sagt Kraps.
Unabdingbar bei einem Bewerbungsgespräch sind immer noch Pünktlichkeit, Höflichkeit und gute Umgangsformen. „Selbst wenn der mögliche künftige Chef in dem Vorstellungsgespräch einen lockeren Ton anschlägt, heißt das nicht, dass man es ihm gleichtun sollte. Besser authentisch und bei der Sache bleiben und zeigen, dass man es ernst meint.“

Ganz persönliche Tipps und Hinweise zu Berufswahl, Bewerbung und Vorstellungsgespräch bekommt man in einem persönlichen Beratungsgespräch in der Berufsberatung. Einfach unter 0800 4 5555 00 (bundesweit kostenfrei) anmelden und einen Termin vereinbaren. Alle Informationen im Internet: www.arbeitsagentur.de

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