Ein Ausbilder zeigt zwei Auszubildenden einen Motor.

Was man am ersten Ausbildungstag beachten sollte

Der Gedanke an den ersten Tag in der Ausbildung löst bei den meisten Azubis verschiedene Gefühle aus: Manche haben Angst und sind unsicher, andere voller Vorfreude. Doch alle eint die Frage, wie der erste Ausbildungstag aussehen wird, was sie anziehen und was sie mitnehmen müssen.

Vor dem ersten Ausbildungstag besteht in der Regel schon Kontakt zum Unternehmen. Wer Arbeitskleidung benötigt, wird dies vorab erfahren, sodass man rechtzeitig einkaufen gehen kann. Gibt es keine bestimmte Arbeitskleidung, sollte man sich vorab nach dem Dresscode im Unternehmen erkundigen, um nicht zu leger gekleidet zu kommen, aber auch nicht overdressed zu sein. Ganz wichtig am ersten Ausbildungstag: pünktlich sein. Lieber etwas früher losfahren und im Zweifel noch auf dem Parkplatz warten. Wer auf den öffentlichen Nahverkehr angewiesen ist, sollte zwei Busse oder Bahnen früher nehmen als normalerweise. Immer daran denken: Der erste Eindruck beim Vorstellungsgespräch hat gestimmt. Aber der erste Eindruck bei den neuen Kollegen sollte ebenso gut sein. Denn er prägt langfristig die Meinung, die die neuen Kollegen von einem haben werden. Wer am ersten Tag der Ausbildung wichtige Sachen vergisst, gilt schnell als zerstreut, wer Unwichtiges fragt, als desinteressiert und wer zu vorlaut ist, als unhöflich.

Im Normalfall bekommen Auszubildende mitgeteilt, welche Informationen das Unternehmen von ihnen benötigt. Im Normalfall sind das die Steuer-ID (nicht die Steuernummer), der Name der Krankenversicherung, die Kontodaten für die Gehaltszahlungen und den Sozialversicherungsnachweis. Je nach Betrieb müssen diese Sachen schon vor dem ersten Ausbildungstag abgegeben werden, in anderen an eben diesem ersten Tag der Ausbildung. Die Unterlagen sollten sorgfältig in einer Mappe transportiert werden, um knitter- und eselsohrenfrei im Betrieb anzukommen. Größere Unternehmen haben oft eine Kantine, die auch von Auszubildenden genutzt werden kann. Wichtig ist dann, Geld dabei zu haben, damit man sich nicht am ersten Tag etwas von den Kollegen leihen muss. Besteht diese Möglichkeit nicht, sollte man sich für Frühstücks- und Mittagspause etwas zu essen mitbringen. Dies gilt vor allem am ersten Tag der Ausbildung, da man noch nicht weiß, wie die Gepflogenheiten im Unternehmen sind (ob vielleicht die Kollegen einer Abteilung oder alle Auszubildenden gemeinsam essen gehen).

Notizen, Notizen, Notizen

Üblicherweise lernen die neuen Azubis am ersten Ausbildungstag bei einem Rundgang das Unternehmen kennen sowie die Mitarbeiter. Je nach Größe der Firma entweder alle Mitarbeiter oder diejenigen, die in der gleichen Abteilung tätig sind. Natürlich ist es schwierig, sich am ersten Tag der Ausbildung gleich alle Namen zu merken. Sinnvoll ist es, sich ein Notizblock und einen Stift mitzunehmen, um sich die wichtigsten Namen mit der entsprechenden Funktion zu notieren. Bitte nicht auf eine Notizfunktion im Handy verlassen. In Industrieunternehmen herrscht in den Werkshallen oft Smartphoneverbot. Größere Firmen verteilen Mitarbeiterlisten oder Telefonlisten an die neuen Auszubildenden – das hilft schnell beim Zurechtfinden.

Natürlich bereiten sich nicht nur die Azubis auf den ersten Ausbildungstag vor, sondern auch die Unternehmen. Richtig arbeiten müssen die wenigsten Azubis am ersten Tag. In der Regel wird zunächst eine Menge erklärt, die Mitarbeiter vorgestellt sowie – falls vorhanden – andere Auszubildende, die ebenfalls ihren ersten Tag haben. In solchen Fällen machen den Rundgang alle zusammen. Viele Firmen haben Ordner für Azubis vorbereitet, in denen sich alle wichtigen Informationen über den Betrieb finden. Neben den genannten Mitarbeiterlisten können das Unfallverhütungsvorschriften, Arbeitszeiten, Pausenzeiten, Informationen zur Berufsschule oder zu Sicherheitsmaßnahmen sein. Benötigen die Azubis einen Sicherheitsausweis zum Betreten des Firmengeländes, bekommen sie diesen ebenfalls am ersten Ausbildungstag ausgehändigt. Zu guter Letzt geht es meist an den ersten eigenen Arbeitsplatz, an dem man die direkten Kollegen und Vorgesetzten kennenlernt.

In größeren Unternehmen können die ganzen Regularien über den gesamten ersten Ausbildungstag dauern. In Familienbetrieben geht es schneller, sodass man dort schon am ersten Tag der Ausbildung mit der Einweisung am Arbeitsplatz und der Übernahme erster kleinerer Tätigkeiten rechnen kann.

Von Julia Klinkusch

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