International und regional engagiert

18. Februar 2019

Es war ein Leuchtturmprojekt für die Region: 1972 wurde die Bergische Universität Wuppertal im Zuge der NRW-Bildungsinitiative gegründet. Als Gesamthochschule vereinte sie bestehende akademische Einrichtungen im Stadtgebiet, wie Ingenieurschulen, Werkkunstschule und Pädagogische Hochschule. In den folgenden Jahren wurde das Bildungsangebot kontinuierlich ausgebaut.

Untrennbar verbunden mit dem ehrgeizigen Projekt bleibt der Name Johannes Rau. Der aus Wuppertal stammende damalige NRW-Minister für Wissenschaft und Forschung und spätere Bundespräsident gehörte zu den Gründungsvätern der Hochschule. Heute ist sie ein Bildungsmagnet mit einem Einzugsgebiet weit über das Bergische Land hinaus.

In einer der grünsten Großstädte Deutschlands gelegen, bietet die Uni ein breites Spektrum an wissenschaftlichen Disziplinen. Dabei sind Forschung und Lehre interdisziplinär ausgerichtet und orientieren sich an sechs thematischen Schwerpunkten zu zukunftsweisenden Themen unserer Zeit. Einerseits ist die Bergische Universität international ausgerichtet und pflegt einen intensiven Austausch mit ihren mehr als 220 ausländischen Partneruniversitäten – auf der anderen Seite kommt auch der regionalen Kooperation in zahlreichen Transferprojekten eine hohe Bedeutung zu. Mit mehr als 110 Studiengängen erwartet Studierende an der Bergischen Uni ein umfassendes Angebot, das vielversprechende Perspektiven für einen erfolgreichen beruflichen Werdegang eröffnet.

Die Studienmöglichkeiten umfassen klassische, disziplinär ausgerichtete Studiengänge, aber auch die Kombination verschiedener Fächer. Darüber hinaus hat die Bergische Universität duale und englischsprachige Studiengänge sowie Studienprogramme im Bereich Wirtschaftsingenieurwesen.

Das weltweite Netzwerk an Partneruniversitäten bietet individuelle Möglichkeiten, um Erfahrungen im Ausland zu sammeln. Außerdem machen es die zahlreichen Kooperationen mit wissens- und technologieorientierten Unternehmen den Studierenden leicht, bereits im Studium ihr künftiges Berufsfeld kennenzulernen und erste Kontakte zu knüpfen. Auch die Forschungsprojekte der Hochschule sind vielfältig: Dazu gehören unter anderem der Klimawandel in der Arktis, verbesserte Produkte sowie Produktionsverfahren in der Industrie oder die Arbeit am Teilchenbeschleuniger CERN in Genf.

Junge Wissenschaftler beschäftigen sich mit der Gesellschaft und ihrer Entwicklung, forschen zu Wirtschaftssystemen und regenerativen Energien, ergründen Arten und Funktionen der Kommunikation sowie die Möglichkeiten der Textarchivierung und Edition für die digitale Zukunft. Verschiedene Servicestrukturen unterstützen bei der Antragstellung, Koordination und Abwicklung von Forschungsprojekten und helfen Doktoranden bei der Karriereentwicklung.

Damit die Uni Wuppertal zukunftsfähig bleibt, wird derzeit an vielen Stellen gebaut. Bereits bezogen werden konnte der Neubau am Campus Haspel im letzten Jahr. Die beiden großen neuen Gebäude V und W am Grifflenberg sind so gut wie fertig und können ebenfalls bereits seit dem vergangenen Jahr genutzt werden. Jetzt steht die Sanierung der Bestandsimmobilien an. Außerdem sind ebenfalls am Campus Grifflenberg ein neues Gebäude für die Fachgruppe Physik sowie eine Erweiterung des Kindergartens geplant. Am Campus Freudenberg soll schließlich im kommenden Jahr mit der Errichtung des Johannes Rau-Zentrums begonnen werden.

„Die Vernetzung mit der Stadt, den Unternehmen und Einrichtungen ist uns sehr wichtig, gerade auch mit Blick auf die Herausforderungen der heutigen Bildungslandschaft“, sagt Uni-Rektor Professor Dr. Lambert T. Koch. „So arbeiten wir zum Beispiel eng mit Schulen zusammen, organisieren Vorlesungsreihen und Forschertage für die Bevölkerung oder Ferienangebote für Schülerinnen und Schüler“, berichtet er. Die Nachwuchsförderung sei eine entscheidende Aufgabe. Diesbezüglich hebt Koch besonders die Angebote des Bergischen Schul-Technikums und der Junior Uni hervor, mit denen Kinder und Jugendliche schon früh für eine Bildungskarriere begeistert werden sollen.

Zahlen: Die Uni Wuppertal wird von rund 22 000 Studierenden besucht. Diese werden von 2457 Mitarbeitern in Wissenschaft, Technik und Verwaltung betreut. Dazu kommen 1132 studentische und wissenschaftliche Hilfskräfte. Die Uni bietet 262 Professuren und 110 Studiengänge. Weltweit hat sie über 220 Partneruniversitäten.

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