Lebenslauf liegt auf Tisch. Tastaur, Maus Stift Wecker und Pflanze stehen ebenfalls drauf.

So sollte der Lebenslauf aussehen

10. August 2020

Wer sich als Auszubildender in einem Unternehmen auf eine Ausbildungsstelle bewirbt, muss der Bewerbung einen Lebenslauf beilegen. Was immer in den Lebenslauf gehört, was man vielleicht weglassen sollte und wie sich bestimmte Angaben auswirken können, kannst du hier nachlesen.

Der Lebenslauf ist die Visitenkarte deiner Bewerbung. Noch mehr als das Anschreiben enthält er die meisten Informationen und muss zeigen, dass ein Kandidat für die Ausbildungsstelle qualifiziert ist. Denn Anschreiben sollte eine DIN-A4-Seite nicht überschreiten, alles Übrige muss sich aus dem Lebenslauf ergeben. In den Lebenslauf gehören immer die persönlichen Daten sowie Familienstand und Staatsangehörigkeit. Ebenso die schulische Ausbildung und der berufliche Werdegang. Wer sich allerdings auf eine Ausbildungsstelle bewirbt, kann selten mit Berufserfahrung punkten – es sei denn, es handelt sich um eine ergänzende Ausbildung. Was darüber hinaus unbedingt im Lebenslauf stehen sollte, richtet sich vor allem nach der ausgeschriebenen Stelle.

Während im späteren Berufsleben die Schulbildung im Lebenslauf wegfallen darf, gehört sie gerade bei Ausbildungsstellen unbedingt hinein. Sie folgt direkt nach dem persönlichen Angaben. Heutzutage geht man antichronologisch vor und nennt die letzte Station zuerst. Bei der mittleren Reife sind das dann die Real- oder die Sekundarschule, beim Abitur das Gymnasium oder die Gesamtschule. Erst dann folgt die Grundschule. Der Kindergarten hat im Lebenslauf nichts verloren.  Links steht der Zeitraum, wobei man von Monat/Jahr bis Monat/Jahr (in Ziffern) schreibt. Rechts (nach etwa zwei/drei Einrückungen) schreibt man die Schule, den Schulort und – falls die Schule noch nicht beendet wurde – den angestrebten Abschluss mit der Note oder voraussichtlichen Abschlussnote in Klammern.

Nicht vergessen: Punkten mit Praktika

Da Bewerber für Ausbildungsstellen selten Berufserfahrungen angeben können, ist es sehr wichtig, absolvierte Praktika und passende Nebentätigkeiten aufzulisten. Dies geschieht, wie schon bei der Schulbildung, in umgekehrter chronologischer Reihenfolge. Links steht wieder der Zeitraum, rechts die genaue Bezeichnung. Zum Beispiel Schülerpraktikum (oder Nebenjob/Aushilfe) bei (vollständiger Name des Unternehmens). Im Idealfall gibt man stichpunktartig an, welche Aufgaben man im Nebenjob oder beim Praktikum übernommen hat – das zeigt dem Personaler, was man schon gelernt hat. Das kann von Officekenntnissen über Kundengespräche bis hin zu Präsentationsvorbereitungen alles Mögliche sein.

Der nächste Punkt im Lebenslauf sind zusätzliche Kenntnisse. Dazu zählen Fremdsprachen, EDV-Fähigkeiten oder der Führerschein. Dabei wird links die besondere Fähigkeit genannt und rechts (wieder nach zwei oder drei Einrückungen) eine kleine Erläuterung.  Wenn es um Fahrkenntnisse geht steht zum Beispiel links „Führerschein“ und rechts werden die Klassen ergänzt, die man fahren darf. Bei Fremdsprachen sollte in Klammern der ungefähre Kenntnisstand genannt werden. Dabei wird unterschieden zwischen Muttersprache, sehr gut in Wort und Schrift, gut in Wort und Schrift und Grundkenntnisse. Alles was nicht über Grundkenntnisse hinausgeht, ist nicht erwähnenswert.

Das Thema Hobbys wird auch bei Ausbildungsstellen im Lebenslauf nicht ganz unkritisch gesehen. Grundsätzlich ist es für das Unternehmen erst einmal irrelevant ob jemand gern Ski fährt (hier könnte ein Personaler tendenziell eher das Verletzungsrisiko im Blick haben) oder musiziert. Allerdings können persönliche Interessen in einem möglichen Vorstellungsgespräch ein Aufhänger sein. Gut ist es, diesen Punkt im Lebenslauf nicht als „Hobbys“ zu bezeichnen – das klingt nach Freizeitgestaltung. Besser ist es, „persönliche Interessen“ zu schreiben. Wer diesen Punkt in die Bewerbung aufnimmt, sollte konkret werden. Wer „reisen“ angibt, sollte seine bevorzugten Ziele mit einer kurzen Begründung nennen. So könnten zum Beispiel China-Fans positiv im Gedächtnis bleiben, wenn das Unternehmen Niederlassungen in Asien hat.

Grundsätzlich sollten nicht mehr als drei, maximal vier Interessen genannt werden. Denn sonst stellt sich dem Personaler zwingend die Frage, wie sich diese Menge an Freizeitbeschäftigungen mit einer Vollzeit- Ausbildungsstelle vereinbaren lässt. Es sollten auch nur solche Interessen genannt werden, aus denen das Unternehmen einen positiven Einfluss auf die spätere Tätigkeit ableiten kann. Wer keine passenden Hobbys hat, kann im Lebenslauf auch Mitgliedschaften in Vereinen, Ehrenämter und soziales Engagement auflisten.

Von Julia Klinkusch

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