Man sieht die Beiner einer Frau, die an den Füßen rosa Drachenhausschuhe trägt.

No-Gos beim Vorstellungsgespräch: Von kurios bis peinlich

24. Juli 2020

Du hast dich als künftiger Azubi perfekt auf Dein Vorstellungsgespräch vorbereitet. Hast Ratgeber gelesen, ordentliche Kleidung herausgesucht, Dich mit dem Unternehmen befasst. Also eigentlich all das gemacht, was selbstverständlich ist. Und doch hört man immer wieder von kuriosen Aussetzern in Vorstellungsgesprächen. Im Folgenden findest Du eine Auswahl besonders skurriler Situationen und No-Gos:

1. Vielleicht hatte dieser Bewerber ja gedacht, dass er sich bei der Mafia vorstellt. Dann jedenfalls wäre sein Faux-pas vermutlich nicht schlimm gewesen. Was jedoch der Personalchef der Bank dachte, als dem Kandidaten zusammen mit dem Schlüsselbund ein Päckchen Drogen aus der Hosentasche rutschte, dürfte wenig positiv gewesen sein.

2. Du bist ein großer Filmfan? Super. Im Vorstellungsgespräch ist das Thema jedoch ein No-Go. Es sei denn, Du willst in die Filmbranche. Aber selbst dann dürfte es nicht sehr vorteilhaft sein, im Darth-Vader-Kostüm zum Bewerbungsgespräch zu erscheinen. Was sich der Bewerber dabei gedacht hat, wird wohl sein Geheimnis bleiben. Immerhin dürfte die Macht mit ihm gewesen sein.

3. Ja, Du darfst vor einem Vorstellungsgespräch nervös sein. Ja, am Morgen vor einem so wichtigen Termin kann es hektisch zugehen. Dumm nur, wenn man sich als Bewerber am Vorabend die Kleidung so schön zurechtgelegt hat und dann vergisst, die Schuhe anzuziehen. So ist es einmal einem Bewerber in Frankreich ergangen, der letzten Endes in Hauspantoffeln vor dem Personalchef stand.

4. Es sind nicht immer die Bewerber, die sich beim Vorstellungsgespräch daneben benehmen. Auch Personalchefs oder – in kleineren Unternehmen – Geschäftsführer scheinen manchmal ihre Umgangsformen zu vergessen. So ein Agenturinhaber in Spanien, der während des Bewerbungsgesprächs anfing Zigarre zu rauchen und seine Füße auf den Tisch legte. Nicht nur wegen der Nichtrauchergesetze ein No-Go. Der Kandidat hat sich übrigens gegen eine Anstellung in dieser Firma entschieden.

5. Flirten? Darfst Du. In Deiner Freizeit. Am Arbeitsplatz wird es nicht gern gesehen. Noch weniger im Vorstellungsgespräch. Und auch wenn Du noch so von Dir und Deinem Aussehen überzeugt bist und die Personalchefin wirklich eine tolle Frau ist, ist es ein No-Go, ihr am Ende des Gesprächs Deine Telefonnummer zuzustecken. Vielleicht hast Du dann ein Date, aber sicher keinen neuen Job.

6. Ehrlich währt am längsten? Nicht immer. Sehr häufig wird im Vorstellungsgespräch danach gefragt, warum man den Job haben will. Als Bewerber solltest Du dann Deine Motivation gut begründen können. Idealerweise so, dass das Unternehmen für sich auch positive Aspekte herausziehen kann. Dies schien einem Bewerber in Süddeutschland nicht ganz klar zu sein. Seine Antwort auf diese Frage: „Weil ich meine Wohnung nicht verlieren will.“ Natürlich muss man Miete zahlen und sein Lebensunterhalt verdienen. Diese Antwort ist dennoch ein No-Go, wenn man den Job auch tatsächlich haben will.

7. Spitznamen sind etwas Schönes. Im Freundeskreis. Im Vorstellungsgespräch haben sie weniger zu suchen. Das schien einem Bewerber in den USA nicht so ganz klar zu sein. Nach der offiziellen Vorstellung erklärte er dem Personalchef, er dürfe ihn ruhig auch „Tiger“ nennen, dies sei sein Spitzname. Die USA sind das Land der unbegrenzten Möglichkeiten – es ist jedoch anzunehmen, dass es in dieser Situation eine Grenze gab und der Personalchef auf eine Einstellung verzichtet hat.

8. Du hast eine bekannte Persönlichkeit als berufliches Vorbild? Das zu erwähnen kann im Vorstellungsgespräch von Vorteil sein. Allerdings auch nachteilig, wenn Du es nicht richtig machst. Nämlich so, wie ein Kandidat in Berlin, der ein großer Fan des ehemaligen US-Präsidenten Dwight D. Eisenhower war und jeden Satz mit einem Zitat des Politikers begann. Ein umso größeres No-Go, wenn der Job nicht einmal ansatzweise etwas mit Politik oder Geschichte zu tun hat.

9. Nicht immer herrscht beim Vorstellungsgespräch, die Ruhe, die man gern hätte. Neben Umgebungslärm durch Straßenverkehr oder Baustellen kann Dein Gespräch zum Beispiel auch durch Radiomusik im selben Gebäude gestört werden. Davon solltest Du Dich nicht irritieren lassen. Und schon gar nicht das tun, was ein Bewerber in London gemacht hat: Während des Gesprächs laut den gerade gespielten Song mitsingen.

10. Es ist verständlich, wenn Du vor einem Vorstellungsgespräch aufgeregt bist. Dagegen können Entspannungstechniken wie Yoga helfen. Das dachte sich auch ein Bewerber in Schweden. Er machte allerdings einen großen Fehler: Er absolvierte seine Yogaübungen nicht vor, sondern während des Bewerbungsgesprächs. Für den Personalchef ein No-Go, denn der Kandidat hatte sich nicht als Yogalehrer, sondern als Programmierer beworben.

Von Julia Klinkusch

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