Ausbildungsplätze Klimaschutz im Job

Klimaschutz im Job: Ausbildungsberufe nicht unterschätzen

22. Dezember 2021

Wer sich im Job mit Umwelt- und Klimaschutz befassen möchte, muss nicht unbedingt zum Studieren an eine Hochschule gehen und sollte Ausbildungsberufe nicht unterschätzen. Auch hier finden Jugendliche einige Möglichkeiten, um sich beruflich mit Klimaschutz zu befassen.

Jan von Rauch, Berufsberater bei der Agentur für Arbeit Osnabrück.

Jan von Rauch, Berufsberater bei der Agentur für Arbeit Osnabrück

Im Job an Lösungen für menschlich verursachte Umweltprobleme arbeiten: Wer dieses Karriereziel verfolgt, sollte Berufsausbildungen nicht unterschätzen. Darauf weist Jan von Rauch, Berufsberater bei der Agentur für Arbeit Osnabrück, in einem Beitrag auf dem Portal „abi.de“ hin.

Der Berufsberater deutet dabei auf Ausbildungsberufe wie Fachkraft für Abwassertechnik, Fachkraft für Kreislauf- und Abfallwirtschaft oder umweltschutztechnische Assistenten hin. Diese Berufe sind vor allem technikorientiert.

Wer nach der Ausbildung eine Weiterbildung anstrebt, hat im Bereich Umwelt- und Klimaschutz eine große Auswahl, etwa zum/zur Techniker/in der Fachrichtung Umweltschutztechnik mit fünf Schwerpunkten, zum/zur Wassermeister/in oder zum/zur Schornsteinfegermeister/in. Aber nicht nur im technisch-naturwissenschaftlichen Bereich ist Spielraum geboten. Auch in anderen Fachrichtungen besteht die Option, den beruflichen Fokus auf Umwelt- und Klimaschutz zu legen.

Wer beispielsweise eine kaufmännische Ausbildung absolviert hat, kann sich anschließend zum/zur Umweltfachwirt/in weiterbilden. Ähnlich kann die Fachkraft für Agrarservice das Weiterbildungsangebot zum/zur Fachagrarwirt/in für Erneuerbare Energien bzw. Biomasse wahrnehmen.

Vor allem auf eigene Stärken achten

Auch in anderen Ausbildungen stecken oft umwelt- und klimaschutzrelevante Aspekte, die man vielleicht auf den ersten Blick nicht erwartet. Von Rauch erwähnt den Job der Schornsteinfegerin. Diese reinigt längst nicht nur Kamine, sondern nimmt vorwiegend wichtige Messungen an Feuerungsanlagen vor und prüft Umweltvorgaben.

Jan von Rauch rät Jugendlichen, sich in jedem Fall bei der Wahl einer Ausbildung oder eines Studiums vor allem von den eigenen Stärken und Interessen leiten zu lassen. Nur weil ein Beruf „schick“ klingt, müsse das nicht bedeuten, dass er auch mit den eigenen Fähigkeiten übereinstimmt, so der Berufsberater. „Was will ich?“ und „Was kann ich?“ seien daher die wichtigsten Fragen bei der Berufsorientierung.

Um diese zu beantworten, hilft es sich aktiv zu informieren,
welche lokalen Angebote es an Messen, Schüler*innen-Praktika oder Orientierungssemestern gibt. Denn in der Praxis können die eigenen Fähigkeiten oftmals am besten getestet werden. Eine weitere
Möglichkeit, die eigenen Stärken und Interessen zu überprüfen bietet
das Erkundungstool Check-U. Der kostenlose Onlinetest der Bundesagentur für Arbeit erstellt ein persönliches Kompetenzprofil und gibt Vorschläge zu passenden Ausbildungsberufen und Studienfeldern.

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Quelle: dpa / abi.de

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