Handwerkskammer eröffnet ihre Millionen-Werkstatt

12. Dezember 2018

Allein am Fußboden erkennt man noch, dass es sich hier um ein saniertes Gebäude handelt – und nicht um einen Neubau. Ansonsten ist alles neu und hell. Für insgesamt 12 Millionen Euro wurde das Werkstatt- und Unterrichtsgebäude C der Handwerkskammer Düsseldorf am Georg-Schulhoff-Platz saniert und erneuert. Jetzt sind alle Einrichtungen auf dem neuesten Stand der Technik.

Besonders stolz ist Kammerpräsident Andreas Ehlert nicht auf einen bestimmten Raum oder Fachbereich. „Dass wir den Mut hatten, hier keine kleine Lösung zu suchen, sondern richtig zu investieren, macht mich stolz“, sagt er. 1977 ist er noch selbst als Schüler in die Meisterklasse gegangen. Da war auch alles neu — das Gebäude wurde 1972 gebaut. Doch die Technik habe sich seitdem enorm weiter entwickelt, da habe man nun mitgehen müssen.

Denn die Meisterschule in Düsseldorf ist auch für die Umgebung von großer Bedeutung. Das bedeute für Ehlert, dass dieser Standort eine Leuchtturm-Funktion zu erfüllen habe. „Nicht überall gibt es eine Meisterschule wie diese. Da kommen Schüler auch von weit her, um hier in Düsseldorf ihren Meister zu machen“, sagt der Kammerpräsident. Mit der neuen Ausstattung, werde die Schule dem auch wieder gerecht.

4000 Meisterschüler gibt es jedes Jahr in Düsseldorf. Die Akademie der Handwerkskammer in Düsseldorf ist damit die größte berufliche Fortbildungseinrichtung des Handwerks bundesweit. Seit der Eröffnung in den 70er Jahren gab es nach Angaben der Handwerkskammer rund 45000 Absolventen. Und die seien wichtig für die lokale Wirtschaft – denn die Meister seien es in vielen Fällen, so betont es Ehlert, die Unternehmen gründen und Arbeitsplätze schaffen. Mehr zumindest als Hochschulabsolventen.

Daher wünscht er sich, dass eine gewisse Strahlkraft vom neuen Unterrichtsgebäude ausgeht. Auch eine Ansiedlung des Luisengymnasiums in der Nähe, die derzeit im Gespräch ist, würde er begrüßen. „Auch jetzt schon sind mehr als 30 Prozent unserer Meisterschüler Abiturienten“, sagt Ehlert. Ziehe das Gymnasium in die Nähe, rücke möglicherweise auch die berufliche Ausbildung mehr in das Bewusstsein der Schüler. „Wir haben eine sehr gute Kantine“, scherzt Ehlert. Vielleicht ziehe die die Schüler ja an — und bringe sie dann zum bleiben.

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