Gute Chancen auf dem Wuppertaler Ausbildungsmarkt

Gute Chancen auf dem Wuppertaler Ausbildungsmarkt

21. September 2022

Fast 400 Bewerberinnen und Bewerber in Wuppertal haben noch keine Ausbildungsstelle für sich gefunden. Andererseits gibt es noch 385 Plätze auf dem Wuppertaler Ausbildungsmarkt, die nicht besetzt sind und damit noch gute Chancen für alle, die noch auf der Suche sind (Stand Ende August).

„Die Chancen auf einen Ausbildungsplatz sind für die jungen Menschen in diesem Sommer weiter gut. Es gibt bundesweit momentan weit mehr freie Ausbildungsplätze als Ausbildungssuchende“, teilt die Agentur für Arbeit Solingen-Wuppertal mit. Viele Unternehmen suchen demzufolge weiter intensiv Bewerberinnen und Bewerber, um Fachkräfte für die Zukunft zu gewinnen. „Auch wenn das Ausbildungsjahr bereits begonnen hat, können junge Menschen noch eine Ausbildung aufnehmen“, betonen die Vertreter der Arbeitsagentur.

„Auch in den umliegenden Städten haben die Bewerberinnen und Bewerber aus Wuppertal gute Chancen auf einen Ausbildungsplatz“, weitet Carmen Bartl-Zorn den Blick auf das Wuppertaler Umland. Als Mitglied der Geschäftsführung der Bergischen Industrie- und Handelskammer gehört die Bildungspolitik zu ihrem Aufgabenschwerpunkt, und so hat sie immer auch ein fachliches Auge auf dem Ausbildungsmarkt. Naturgemäß sind manche Stellen bei den zumeist jungen Menschen eben immer beliebter als andere. Derzeit steht die Ausbildung für Kaufleute/Büromanagement gefolgt von Medizinischen Fachangestellten und Stellen im Bereich Verkauf auf den ersten drei Plätzen der Top-10-Berufe der Bewerberinnen und Bewerber. In den Vorjahren war das Berufsbild des Zerspanungstechnikers sehr beliebt, was in diesem Jahr aber offenbar nicht der Fall ist. Das Friseurhandwerk nimmt indessen weiter einen guten sechsten Platz in der Top 10 ein.

„Die Bewerbung auf eine Stelle in einem beliebten Berufsfach wird damit zur Herausforderung“, so Bartl-Zorn. „Wenn das nicht klappt, sollte man den ,Move‘ kriegen, wie die Jugendlichen sagen, sich auf andere freie Stellen zu bewerben.“ Das aber falle den jungen Menschen immer schwerer, so ihre Erfahrung. „Sie haben oft keine Vorstellung, was sie werden wollen“, sagt die Fachfrau und nennt auch einen der möglichen Gründe dafür: „Das sind die Schüler, die mitten in der Corona-Pandemie keine Maßnahmen zur Berufsorientierung durchlaufen konnten. Hier zeigt sich jetzt die Auswirkung davon“, ist die IHK-Fachfrau überzeugt. Junge Menschen müssten sich ausprobieren können. Es handle sich letztlich um „einen ganzen Strauß von Faktoren“, warum es ihnen so schwerfalle herauszufinden, was sie werden wollen, welche Tätigkeit zu ihnen passen könnte oder auch, ob sie studieren sollen oder besser eine Ausbildung beginnen.

Dass die jungen Leute mittlerweile verstärkt auf die diversen digitalen Möglichkeiten zur Bewerbung setzen und alles nur noch online stattfindet, kann Bartl-Zorn indessen nicht bestätigen. Zwar haben viele Unternehmen ihre Verfahren auf Bewerbungen via Internet umgestellt, doch hat die Online-Bewerbung die Beibringung klassischer Unterlagen wie Anschreiben und Zeugnisse nicht ersetzt, sondern nur einen anderen Weg zur Übermittlung eröffnet. Dass sich bewerbungswillige Interessenten also mittels Whatsapp oder ähnlichen Messenger-Diensten digital bei den Firmen bewerben, sei absolut kein Standard.

„Während der Pandemie haben sich per MS-Teams durchgeführte Bewerbungsgespräche und Online-Eignungstests sehr bewährt und werden weiterhin eingesetzt. Im Bewerbungsverfahren bekommen wir häufig die Rückmeldung, dass Bewerberinnen und Bewerber Treffen in Präsenz nachfragen und schätzen“, bestätigt auch Marie Welter von der Kommunikationsabteilung der Bayer AG in Wuppertal.

Digital hingegen den Kontakt zu halten, nachdem die Bewerbung erfolgt ist, die zukünftigen Auszubildenden angenommen wurden, aber noch auf den Ausbildungsbeginn in der Firma warten, werde hingegen immer häufiger von den Unternehmen praktiziert. Sie werden dann auch bereits zu Firmenevents eingeladen, um sich mit dem neuen Umfeld vertraut zu machen und die Firma schon im Voraus besser kennenlernen zu können.

Von Bernhard Romanowski / wz.de

 

 

Du bist noch auf der Suche nach einem Ausbildungsplatz? Dann schau doch mal in unserem Stellenfinder vorbei!

Wenn du dir noch nicht sicher bist, welcher Ausbildungsberuf der richtige für dich ist, dann teste erst unseren Job-Buddy und finde es heraus.

Stellenangebot gespeichert

In der unteren rechten Ecke der Seite kannst du jederzeit auf deinen Merkzettel zugreifen.

weitersuchen