Orthopädieschuhmacher/in

Die Tätigkeit im Überblick

Orthopädieschuhmacher/innen fertigen individuell angepasste orthopädische Maßschuhe und orthopädieschuhtechnische Hilfsmittel wie Einlagen oder Orthesen. Sie passen vorkonfektionierte Ware nach ärztlichen Verordnungen an und beraten sowie betreuen Kunden und Patienten.

Die Ausbildung im Überblick

Orthopädieschuhmacher/in ist ein 3,5-jähriger anerkannter Ausbildungsberuf im Handwerk.

Ausbildungsvergütung

Die Ausbildungsvergütung für eine duale Ausbildung wird vom Ausbildungsbetrieb gezahlt und richtet sich bei tarifgebundenen Betrieben nach tarifvertraglichen Vereinbarungen. Nicht tarifgebundene Betriebe müssen laut Berufsbildungsgesetz in jedem Fall eine angemessene Ausbildungsvergütung gewähren. Orientierungsmöglichkeiten bieten die einschlägigen tarifvertraglichen Vereinbarungen. Findet die Ausbildung in schulischer Form statt (z.B. an einer Berufsfachschule oder im 1. Ausbildungsjahr als Berufsgrundbildungsjahr BGJ), wird keine Ausbildungsvergütung gezahlt.

Beispiel Orthopädieschuhmacherhandwerk (monatlich brutto):

1. Ausbildungsjahr: € 450
2. Ausbildungsjahr: € 540
3. Ausbildungsjahr: € 700

4. Ausbildungsjahr: € 820

Quelle:

Tarifregister Nordrhein-Westfalen, Stand Februar 2017

Aktuell besteht nur im Bundesland Nordrhein-Westfalen eine tarifvertragliche Regelung für das Handwerk.

Hinweis: Diese Angaben dienen der Orientierung. Ansprüche können daraus nicht abgeleitet werden.

Typische Branchen

Orthopädieschuhmacher/innen finden Beschäftigung in erster Linie

  • in Fachbetrieben des Orthopädieschuhmacher-Handwerks
  • in Sanitätshäusern mit Orthopädieschuhtechnikabteilung
  • in Kliniken und Rehabilitationseinrichtungen
Darüber hinaus finden sie Beschäftigung
  • in der industriellen Herstellung orthopädischer Schuhe

Quelle: BERUFENET, Bundesagentur für Arbeit, http://berufenet.arbeitsagentur.de/berufe.

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