Ausbildungsplatz

Ausbildungsplatz: Es gibt viele Möglichkeiten

Junge Menschen werden im Bergischen Städtedreieck auf vielfältige Weise bei der Suche nach einem Ausbildungsplatz unterstützt. Tipps von den Partnern von azubistartpunkt.de

Von Julia Klinkusch

Wo kann ich nach Ausbildungsplätzen suchen? Diese Frage stellen sich viele junge Leute kurz vor dem Schulabschluss. Möglichkeiten gibt es viele – egal ob man schon einen konkreten Berufswunsch hat oder sich noch nicht ganz sicher ist. Die Partner von azubistartpunkt.de geben an dieser Stelle Tipps und ihre Erfahrungswerte weiter.

 

Jürgen Steidel, Vereinigung Bergischer Unternehmerverbände:

„Eine gute Alternative ist auf jeden Fall die Seite des Bergischen Azubi-Datings, auf der künftige Azubis direkt Telefontermine oder eine Videoberatung mit den Unternehmen vereinbaren können. Das Angebot wurde jetzt auch noch einmal bis zum 31. Juli verlängert. Die Corona-Pandemie macht es den jungen Leuten nicht gerade einfacher. Dennoch ist es auch jetzt möglich, einen Ausbildungsplatz zu finden. Unsere Empfehlung: Sich vielseitig aufstellen und auch einmal schauen, welche Alternativen zum Wunschberuf es gibt. Vielschichtig fahren und sich dem Markt anpassen erhöht die Chancen. Auch wir als Vertretung der Unternehmen werben gezielt für bestimmte Berufsbereiche. Darüber hinaus haben verschiedene Branchen eigene Plattform, auf denen die Berufsvielfalt und die Ausbildungsmöglichkeiten vorgestellt werden. Zum Beispiel die Metall- und Elektroindustrie (meberufe.info). Die Pandemie verhindert aktuell Ausbildungsbörsen, einige finden jedoch stattdessen digital statt, so das Forum Beruf Solingen, dass am 14. Januar 2021 begonnen hat. Das ist ebenfalls eine gute Möglichkeit, insbesondere hier in der Region einen passenden Ausbildungsplatz zu finden.“

 

Wuppertaler Wirtschaftsförderung (Geschäftsführung: Dr. Rolf Volmerig):

„Bei der Wirtschaftsförderung ist die Kommunale Koordinierungsstelle im Übergang Schule-Beruf für Wuppertal angesiedelt. Als Partner des Bergischen Ausbildungskonsenses empfehlen wir auf jeden Fall das Online-Portal Bergisches Azubi-Dating: Voll digital! Auf der Plattform haben Betriebe aus der Region ihre aktuell freien Ausbildungsstellen eingestellt. Die Jugendlichen können sich ihre Favoriten aussuchen und direkt online einen Termin für ein Vorstellungsgespräch buchen. Egal ob über Telefon oder Videochat – das Ziel ist, dass die Jugendlichen schnell und unkompliziert mit den Ausbildungsbetrieben in Kontakt kommen. Weitere Tipps für Schülerinnen und Schüler, die kurz vor ihrem Abschluss stehen, haben wir auch auf unserer Website schule-beruf.wuppertal.de gesammelt. Dort finden die Jugendlichen nützliche Links zu Beratungsangeboten durch die Agentur für Arbeit oder das Jobcenter Wuppertal, zu lokalen Online-Stellenbörsen sowie Veranstaltungstermine. Auch für Studieninteressierte gibt es nützliche Hinweise.“

 

Carmen Bartl-Zorn, Bergische IHK:

„Wir stehen künftigen Auszubildenden immer mit Rat und Tat zur Seite. Doch was bedeutet das konkret? Die Unterstützung beginnt bereits vor dem ersten Arbeitstag, also bei der Suche nach einem Ausbildungsplatz. Wir haben viele Angebote, um Bewerber und Betriebe zusammenzubringen. Da seien die IHK-Lehrstellenbörse, der Ausbildungsatlas (Dok. Nr.: 4850336), die Vermittlungstage in den einzelnen Städten oder Branchenbezogen, das Bergische Bewerberdating in Wuppertal – als Präsenzveranstaltungen, wenn diese wieder möglich sind, aber nicht alternativlos durch das digitale Format Bergisches Azubi Dating:voll digital. Außerdem haben wir das Programm Ausbildungsbotschafter, bei dem Azubis in Schulen über ihre Berufe berichten. Zudem gibt es die „Beraterin der passgenauen Besetzung“, Christine Köhler. Sie sucht kleinen und mittelständischen Unternehmen die passenden Auszubildenden. Und selbst wenn es im ersten Anlauf nicht klappt, bietet die IHK eine berufliche Einstiegsqualifizierung an, die in mehr als 60 Prozent der Fälle in einer Ausbildung mündet. Die meisten Schüler, die sich an die IHK wenden, wissen bereits, in welchem Bereich sie arbeiten möchten. Sie suchen lediglich nach einem Betrieb. Dabei helfen wir.“

 

Andreas Kletzander und Heike Metzelaers, Jobcenter Wuppertal:

„Durch die Corona-Pandemie ist es für die Jugendlichen aktuell nicht leicht, einen Ausbildungsplatz zu finden. Wichtig ist es uns, dass die Jugendlichen, die wir im Jobcenter betreuen, wissen, dass sie jederzeit mit ihrem Berater einen Termin vereinbaren können. Das kann ein persönlicher Termin sein – selbstverständlich unter Einhaltung aller Hygienestandards – oder aber ein Telefongespräch. Es ist geplant, in Zukunft auch Videokonferenzen anzubieten. Wir unterstützen unsere Jugendlichen bei den Bewerbungen so gut es geht. Wir arbeiten dafür mit Bewerbungstrainern zusammen sowie mit externen Fotografen, die professionelle Fotos für den Lebenslauf erstellen. Da aktuell die Berufsberatung in den Schulen nicht in der gewohnten Form stattfinden kann, halten wir stattdessen telefonisch engen Kontakt. Wir machen unsere Jugendlichen auf verschiedene Webseiten wie etwa das Bergische Azubidating aufmerksam und verschicken Links oder falls gewünscht auch Informationen per Post. Wir werden alle, die 2021 eine Ausbildungsstelle suchen, motivieren und unterstützen. Aber wir merken auch, dass der persönliche Kontakt fehlt. Manche Jugendliche brauchen einfach jemanden, der sagt: ,Komm vorbei, wir machen das zusammen.‘ Darüber hinaus lassen sich aktuell einige Berufswünsche nur schwer erfüllen. Restaurant- oder Hotelkaufleute wie auch Köche werden aufgrund der Corona-Krise nur wenige ausgebildet. Auch fehlen den Jugendlichen manchmal die Rückmeldungen der Firmen, wenn sie sich beworben haben. Wir versuchen aufzufangen, was geht. Unsere Jugendlichen können sich jederzeit direkt an ihren Ansprechpartner bei Start.Klar im Jobcenter wenden.“

 

Martin Klebe, Agentur für Arbeit:

„Die Corona-Pandemie macht es Jugendlichen derzeit nicht einfach, einen Ausbildungsplatz zu finden. Das gilt vor allem für diejenigen, die noch nicht wissen was sie werden möchten. Dafür gibt es bei uns das Erkundungstool check-u. Damit kann man sich eine Selbsteinschätzung holen, die eine grobe Orientierung gibt, in welche Richtung es beruflich gehen könnte. Immer sinnvoll ist es, Freunde und Familie zu fragen, wo die eigenen Stärken liegen. Praktika, die sonst ein guter Weg bei der Berufsfindung sind, sind durch Corona schwierig geworden. Und die Berufsfelderkundung, bei der man einen Tag in einen Betrieb reinschnuppert, findet derzeit gar nicht statt. Unsere Berufsberater, die in den Schulen Ansprechpartner wären, sind jetzt für jede Stadt (W/SG/RS) per Direktleitung anrufbar. Es ist uns wichtig, dass wir für die Jugendlichen erreichbar sind, vor allem, da auch das BIZ geschlossen ist. Wir versuchen, unsere digitalen Angebote (…) smartphonefähig zu machen, die Möglichkeit für Videocalls mit den Berufsberatern ist in der praktischen Erprobungsphase. Ein kurzer Weg zur Ausbildungsstelle für die, die schon wissen was sie werden wollen, ist unsere App „Meine Azubiwelt“ (für iOS und Android). Dort kann man gezielt nach Stellen für den gewünschten Beruf suchen, den Umkreis eingrenzen und sich auch Push-Nachrichten schicken lassen, wenn ein neuer Ausbildungsplatz für diesen Beruf ausgeschrieben wird.“

 

Umgang mit Herausforderungen Agentur für Arbeit

Quelle: Bundesagentur für Arbeit

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