Atmungstherapie im Helios Wuppertal Lebensluft

Atmungstherapie im Helios Wuppertal: „Der Bedarf an Spezialisten ist groß“

3. Januar 2022

Manche Patienten müssen das Atmen neu lernen. Das Helios Universitätsklinikum Wuppertal bildet die Spezialisten aus, die sie dabei mit einer Atmungstherapie unterstützen. Sekretmanagement, Sauerstofftherapie, die Überwachung der Blutwerte – all dies sind klassische Aufgaben der spezialisierten Atmungstherapeuten, die dem ärztlichen Dienst zugehören.

Zwei Jahre dauert die Weiterbildung in der Atmungstherapie, die
Dr. Claudia Ionela Rachiteanu im Bildungszentrum des Helios Universitätsklinikums Wuppertal (HUKW) anbietet. Sie ist Oberärztin der Klinik für Pneumologie am Bergischen Lungenzentrum, leitet dort die Beatmungsmedizin, die zertifizierte Weaning-Station (Beatmungsentwöhnung) und die Station „Lebensluft“, ein spezielles Entwöhnungskonzept für langfristig beatmete Patienten.

Ihr Wissen und ihre Erfahrung gibt sie den 18 Teilnehmern des Kurses weiter. „Wir bieten vier Module über zwei Jahre an, das zweite Modul hat soeben begonnen“, so Rachiteanu. So startet der nächste Kurs erst im Jahr 2023.

An nur elf Zentren in Deutschland wird diese Ausbildung angeboten, das HUKW ist das einzige Helios-Haus unter ihnen. Gestartet hat das Angebot in Wuppertal 2018 Prof. Dr. med. Kurt Rasche, Chefarzt der Klinik für Pneumologie. Die Teilnehmer warten im Durchschnitt zwei Jahre auf ihre Weiterbildung, unter ihnen sind zum Beispiel Intensivpflegekräfte, Physiotherapeuten oder auch Altenpfleger mit Erfahrung in außerklinischer Beatmung.

„Der Bedarf an diesen Spezialisten ist sehr groß, auch unabhängig von Corona“, berichtet Frau Dr. Rachiteanu. Sie würde daher gerne mehr Kollegen ausbilden, denn sie weiß, wie sehr die Patienten von der Hilfe der Fachkräfte profitieren.

„Wer das Atmen neu lernen muss, hat schon eine schwere Zeit hinter sich. Das und die großen Herausforderungen einer Atemerkrankung machen, dass man die Sicherheit einer guten Therapie durch sorgsam ausgebildete Fachkräfte sehr zu schätzen weiß. Unsere Patienten sind sehr dankbar für die Unterstützung.“

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